Schweizer Bischof hat Missbrauchsfall nicht aufgeklärt „Handeln nur unter öffentlichem Druck“


Der „Tagesanzeiger“ aus Zürich wirft dem Westschweizer Bischof Charles Morerod vor, einen Missbrauchsfall nicht aufgeklärt zu haben. Der Bischof habe jahrelang Bescheid gewusst, aber nicht die nötigen Schritte unternommen.

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Obwohl der Bischof von Freiburg (Fribourg) Akten zu einem mutmaßlichen sexuellen Übergriff schon vor Jahren erhalten habe, habe er das Dossier offenbar ignoriert und den Pfarrer erst jetzt suspendiert, berichtete die Zeitung (Mittwoch).

Am Dienstag war der Geistliche bis auf Weiteres aus dem Dienst entlassen worden. Das Bistum teilte mit, man habe von einer fast 20 Jahre zurückliegenden Anschuldigung erfahren, die einer Klärung bedürfe. Der Bischof habe die Freistellung verfügt.

Dossier soll seit 2011 bekannt sein

Nach Darstellung des „Tagesanzeigers“ liegt Morerod das entsprechende Dossier seit 2011 vor. Es sei aber nichts geschehen, bis die Zeitung den Bischof zu Wochenbeginn mit ihren Rechercheergebnissen konfrontiert habe.

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