Abwasserbehandlung macht Arznei-Reste zu Gift


Gefährliche Rückstände: Arzneimittel und Drogen wie Methamphetamine gefährden nicht nur die Gesundheit der Konsumenten, sondern verunreinigen auch die Abwässer. Wissenschaftler haben nun gezeigt, dass sich diese Rückstände bei der Behandlung von Abwässern mit Ozon zu giftigen Abbauprodukten zersetzen. Wird dann das Wasser noch gechlort, kann sogar Chlorpikrin entstehen – ein tödlicher chemischer Kampfstoff.

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Der Einsatz von Ozon in Kläranlagen kann nach anschließender Chlorierung zur Bildung von giftigen Chlorpikrinen führen. © BKhamitsevich/ iStock

Trinkwasser ist ein kostbares Gut, dass weltweit immer knapper wird. Umso wichtiger wird die Reinigung und Aufbereitung von Abwässern, um die Wasserreservoire vor Verunreinigung zu schützen. Schon jetzt ist vielerorts ist das Grundwasser mit Pestiziden kontaminiert oder die Grenzwerte für Nitrat sind durch Überdüngung überschritten.

Ein weiteres Problem: In vielen Abwässern finden sich Rückstände von Medikamenten und Betäubungsmitteln, die bis in die Gewässer gelangen. Doch die Methoden der konventionellen Abwasserreinigung könnten hier mehr schaden als helfen.

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