Dieser giftige Primat könnte Katzenallergien beim Menschen erklären


Plumploris zählen zu den wenigen giftigen Säugetieren. Forscher entdeckten in ihrem Gift nun ein Allergen, das viele von uns nur zu gut kennen

DERSTANDARD

Zwergloris Foto: Tilo Nadler

Die Loris sind eine Ausnahmeerscheinung unter den Primaten. Die kleinen, nachtaktiven Baumbewohner haben nicht nur eine einzigartig gemächliche Fortbewegungsweise – ihr deutscher Name „Faulaffen“ kommt nicht von ungefähr. Zu ihnen zählt auch eines der wenigen giftigen Säugetiere unseres Planeten.

Der Speichel einiger schwanzloser Plumploris (Nycticebus) wirkt leicht toxisch, zudem besitzen sie eine Drüse am Arm, die ein giftiges Sekret hervorbringt. Dieses entfaltet wiederum in Verbindung mit dem Speichel eine stärkere toxische Wirkung. Um die maximale Wirksamkeit zu entfalten, lecken die Loris an der Drüse und entwickeln so nicht nur einen giftigen Biss, sondern verteilen das toxische Gemisch auch auf ihrem Körper. Sie nutzen diese ungewöhnliche Strategie, um sich und ihre Jungen vor Konkurrenten und Fressfeinden zu schützen.

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