MIkroroboter: Mit Ultraschallantrieb durch den menschlichen Körper


Mikroroboter sollen in Zukunft Medikamente im Körper genau dort hinbringen, wo sie gebraucht werden. Wissenschaftler aus Stuttgart haben nun besonders schnelle Roboter entwickelt.

Ilyas Buss | SWR.de

In einem Labor im Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Stuttgart steht ein großes Mikroskop. Der Tisch ist schwingungsgedämpft, denn die kleinsten Erschütterungen könnten das, was unter dem Mikroskop liegt, unbeobachtbar machen: Die Roboter, die Amirreza Aghakhani und sein Team erfunden haben, sind nur ca 25 Mikrometer klein und deshalb nur mit sehr starker Vergrößerung zu sehen.

Ein Fingerhut mit Düsenantrieb

Der Mikroroboter sieht aus wie ein kurzer Fingerhut mit verengter Öffnung: Vorne strömungsgünstig abgerundet, hinten flach mit einem kleinen Loch, innen hohl. Wenn diese Roboter im 3D-Drucker an der Luft hergestellt werden und dann in eine Flüssigkeit getaucht werden, schließen sie eine winzige Luftblase in sich ein, die durch die kleine Öffnung nicht entweichen kann. Treffen dann Ultraschallwellen auf die Blase, dann fängt sie an zu vibrieren.

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