Syrische Rebellenhochburg: Mehr als 60 deutsche Islamisten in Idlib


In der letzten syrischen Rebellenhochburg in Idlib versuchen Al-Kaida nahestehende Milizen den Vormarsch des Assad-Regimes zu stoppen. Nach Informationen des SWR gehören ihnen mehr als 60 Islamisten aus Deutschland an.

Eric Beres, Daniel Hechler | tagesschau.de

„Die Stimmung ist natürlich nicht die, wie wenn man Siege einfährt. Aber die Menschen sind optimistisch. Wo ich sie antreffe und mit ihnen rede, zeigt sich die Gewissheit, dass die Lage sich bessern wird und die verlorenen Gebiete zurückerobert werden.“ Der Mann, der sich „Abu Fatima“ nennt, übt sich in Zweckoptimismus. Wer ihn als Journalist über seinen Chat-Kanal der Plattform Telegram anschreibt, dem antwortet er in bestem Deutsch. Er sei mitten im Kriegsgebiet in Syrien, schreibt „Abu Fatima“ – dort wo Kampfjets wahllos „in die Dörfer und Städte bomben“.

Seit Wochen kämpft sich das Militär des syrischen Machthabers Assad mit russischer Unterstützung in die syrischen Rebellengebiete rund um Idlib vor. Gegenwehr gibt es kaum. In seinen Telegram-Propagandakanal, in dem er Glaubensbrüder in Deutschland ganz offen vom „Dschihad“ in „Schaam“ (Großsyrien) berichtet, zeigt sich „Abu Fatima“ denn auch weniger optimistisch: „Wegen der aktuellen Lage werde ich keine Zeit mehr für den Kanal haben. Der große Krieg hat begonnen, es geht um alles.“

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