Fleischfressende Würmer erobern Frankreich


  • Laut einer aktuellen Studie sind 75 Prozent der französischen Départments in Europa bereits von Obama nungara bevölkert.
  • Das invasive Tier frisst vor allem Schnecken und andere Würmer und könnte Ökosysteme empfindlich stören.
  • Importiert wurde der Störenfried vermutlich im Erdreich von Kübelpflanzen aus Argentinien.

Kathrin Zinkant | Süddeutsche Zeitung

Sieben Zentimeter Appetit: Der südamerikanische Wurm Obama nungara frisst Schnecken und andere Würmer – und vermehrt sich ziemlich schnell. Foto: Piterkeo/CC BY-SA 4.0

Es gibt Würmer, die sind sehr beliebt. Der Fadenwurm Caenorhabditis elegans zum Beispiel hilft Biologen als geduldiges Versuchstier; Regenwürmer lockern den Boden und kompostieren das Herbstlaub. Was man weniger gern im Garten entdeckt, sind fingerlange, flache Würmer, die bräunlich-schleimig glänzen – und auch noch Fleisch fressen.

Obama nungara heißt die Landplanarie, die neuerdings insbesondere den Franzosen ein solch schauriges Erlebnis beschert. Zwar ist schon seit ein paar Jahren bekannt, dass der aus Südamerika stammende Strudelwurm seinen Weg nach Europa gefunden hat. Unbekannt war bislang jedoch das Ausmaß seiner Verbreitung. Und das ist ziemlich erstaunlich, wie ein französisch-australisches Team von Biologen jetzt im Fachblatt Peer-J berichtet.

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