Wie frei ist unser freier Wille?


Werden unsere Entscheidungen von unbewussten Hirnsignalen manipuliert? Gegen diese umstrittene These spricht nun ein Experiment. Demnach ist das Hirnsignal, das unseren Entscheidungen vorausgeht, keine reine Vorwegnahme unserer Handlungen, sondern hat körperliche Ursachen. Denn das Timing unserer Aktionen und das Bereitschaftspotenzial sind mit unserer Atmung verknüpft, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“ berichten.

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Nimmt unser Gehirn unsere bewussten Entscheidungen vorweg? Diese Frage ist strittig. © satellitesixty/ thinkstock

Wie frei sind wir in unseren Entscheidungen? Werden wir von unserem Gehirn womöglich nur ferngesteuert? Seit Jahrzehnten streiten Hirnforscher, Psychologen und Philosophen über diese Frage. Anlass dafür ist das sogenannte Bereitschaftspotenzial – ein charakteristisches Hirnsignal, das unser Handeln anzeigt, noch bevor wir uns einer Entscheidung bewusst sind. Dieses Signal tritt rund 500 Millisekunden vor der Aktion auf und rund 200 Millisekunden bevor wir uns subjektiv zum Handeln entschließen.

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