Atomkern des Goldes „eiert“


Gold hat schon per se ungewöhnliche Eigenschaften. Doch nun haben Forscher eine weitere Eigenheit entdeckt: Der Kern des Gold-Isotops 187Au beginnt zu eiern, wenn er angeregt ist. Dabei taumelt der Atomkern um seine Längsachse wie ein langgezogener Kreisel. Der Grund dafür ist wahrscheinlich die Form dieses Goldkerns: Seine Kernbausteine sind nicht zur säuberlichen Kugel geballt, sondern elliptisch.

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Der elliptische Atomkern des Gold-Isotops 187Au eiert um eine leicht schräge Achse. © APS/ Alan Stonebraker

Gold ist nicht nur ein begehrtes Edelmetall, es ist auch in chemischer und physikalischer Hinsicht ziemlich ungewöhnlich. So besitzt es einen einzigartigen Glanz, ist erstaunlich reaktionsträge und kann schon bei Raumtemperatur schmelzen, wenn es starken elektrischen Feldern ausgesetzt wird. Unter Hochdruck macht Gold zudem einen geradezu paradoxen Wandel seiner Struktur durch und als Nanokörnchen kann es zu einem wahren Strahlenschlucker werden.

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