IS-Kämpfer im Irak: Todesurteil gegen Deutschen aufgehoben


Ein irakisches Berufungsgericht hat nach Informationen von NDR, WDR und SZ das Todesurteil gegen einen deutschen IS-Kämpfer aufgehoben. Levent Ö. aus Gladbeck war Ende 2018 verurteilt worden.

Volkmar Kabisch, Amir Musawy | tagesschau.de

Das irakische Kassationsgericht in Bagdad hat das Todesurteil gegen den Deutschen Levent Ö. aufgehoben und an das Vorgericht zurückverwiesen.

Nach Informationen von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ stellten die insgesamt 18 Richter fest, dass der wegen Mitgliedschaft beim sogenannten Islamischen Staat verurteilte Mann aus Gladbeck während seiner Vernehmungen zwingend einen Dolmetscher gebraucht hätte. Dieser sei ihm allerdings nicht zur Verfügung gestellt worden, obwohl er angab, kein Arabisch zu sprechen.

Aus Gladbeck nach Syrien

Die Familie des Mannes reagierte erleichtert auf das Urteil, erklärte der deutsche Anwalt der Familie, Gabor Subai. Nun hoffe man, dass der 34-Jährige zügig freigesprochen und nach Deutschland ausgewiesen werde. Schließlich gebe es glaubhafte Anhaltspunkte, dass das Geständnis unter Folter erzwungen worden sei und sein Mandant sich im Irak keine Straftat zuschulden kommen ließ.

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