Berlin richtet sich auf radikale IS-Rückkehrer ein


Die Dschihadisten, die vor einigen Jahren zurückkamen, sind unauffällig, so der Befund von Betreuern. Bei jenen, die jetzt erwartet werden, dürfte die Deradikalisierung aber schwer werden.

Andreas Kopietz | Berliner Zeitung

Mehr als 1 050 Islamisten aus Deutschland sind nach aktuellem Stand in den vergangenen Jahren nach Syrien und in die umliegenden Kriegsgebiete ausgereist, um in Terrorvereinigungen wie dem Islamischen Staat (IS) zu kämpfen. 135 der ausgereisten Islamisten kommen aus Berlin.

Diese Zahlen nannte Innenstaatssekretär Torsten Akmann (SPD) am Mittwoch im Verfassungsschutz-Ausschuss des Abgeordnetenhauses. Von den Ausgereisten sind drei Viertel Männer und ein Viertel Frauen.  20 der Ausgereisten wurden im Krieg getötet. 65 weitere kamen bis jetzt nach Berlin zurück. Ein Teil der Rückkehrer hat Kampferfahrung und wurde von der Polizei als islamistischer Gefährder eingestuft. Diese würden entsprechend observiert, versicherte Akmann. Es sei nicht auszuschließen, dass ein Teil dieser Rückkehrer weiterhin der islamistischen Ideologie verbunden sei oder Anschläge plane. „Derzeit stellen wir keine Ausreisen mehr in Kampfgebiete fest“, sagte der Chef des Berliner Verfassungsschutzes, Michael Fischer.

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