Kölner Generalvikar: Studie zu Missbrauch wird Namen nennen


Die Untersuchung nenne Namen von Erzbischöfen über Generalvikare bis zu Personalverantwortlichen: Schon bald wird die Missbrauchsstudie des Erzbistums Köln vorgestellt. Doch die Inhalte bleiben bis dahin geheim – auch vor höchster Stelle.

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Die Ergebnisse einer unabhängigen Untersuchung zu Missbrauchsfällen im Erzbistum Köln sollen am 12. März veröffentlicht werden. Das sagte der Kölner Generalvikar Markus Hofmann der „Kölnischen Rundschau“ und dem Bonner „General-Anzeiger“ (Mittwoch). Vorab werde niemand über die Inhalte unterrichtet – auch Kardinal Rainer Maria Woelki nicht. „Das ist ganz strikt vereinbart, damit die Unabhängigkeit gewahrt und dokumentiert ist.“ Die Untersuchung werde Namen nennen „von den Erzbischöfen über die Generalvikare bis zu den Personalverantwortlichen“.

Ende 2018 hatte das Erzbistum seine Akten aller bekannten Fälle von sexualisierter Gewalt für eine unabhängige Untersuchung zur Verfügung gestellt. Damit beauftragt ist eine Münchner Kanzlei. Ursprünglich sollten die Ergebnisse im Herbst 2019 bekannt gegeben werden. Die Aufarbeitung nahm laut Erzbistum mehr Zeit in Anspruch als gedacht.

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