Präsident des Verfassungsgerichtshofs nennt Lindners Vorgehen „unprofessionell“


Der FDP-Chef hatte einen Vorschlag für die Ministerpräsidenten-Wahl in Thüringen. Doch den Genannten hatte der FDP-Chef gar nicht gefragt.

Matthias Meisner | DER TAGESSPIEGEL

FDP-Chef Christian Lindner will seinen Personalvorschlag über einen Übergangs-Ministerpräsidenten nur beispielhaft gemeint haben.Foto: Felix Zahn imago images/photothek

Die konkrete Idee von FDP-Bundeschef Christian Lindner für einen Übergangs-Ministerpräsidenten in Thüringen hat offenbar keine reellen Chancen. „Das steht in Thüringen nicht zur Debatte“, sagte der Präsident des Thüringischen Verfassungsgerichtshof, Stefan Kaufmann, am Mittwoch auf die Frage, ob er bereit sei zu einer Kandidatur für das Amt.

Lindner hatte Kaufmann am Dienstag im Gespräch mit dem Tagesspiegel ins Gespräch gebracht. Sein Ziel: die Wahl des Linken-Politikers Bodo Ramelow zu verhindern, der von 2014 bis zu seiner spektakulären Abwahl am 5. Februar im Amt war. Der FDP-Chef sagte: „Bereits am Wochenende habe ich den Vorschlag ins Spiel gebracht, übergangsweise eine unabhängige Person zum Ministerpräsidenten wählen. Dies könnte analog zum Modell Österreich zum Beispiel der Präsident des Landesverfassungsgerichts sein.“

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