Frauenfeindlichkeit im Netz: Immer mehr radikalisierte „Incels“

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Männer aus weniger extremen Gruppen wechseln zu hasserfüllteren und gewaltbereiteren Gemeinschaften.

Veronika Szentpetery-Kessler | heise online

Informatiker aus der Schweiz, den USA und Deutschland zeichnen in einem neuen Bericht das bisher vollständigste Bild der frauenfeindlichen Incel-Bewegung im Internet. Der Begriff „Incel“ steht für „involuntarily celibate“, unfreiwilig zölibatär also. Er bezeichnet junge Männer, die wütend und hasserfüllt über die empfundene Ablehnung durch Frauen sind und sich online zum Diskutieren und Verbreiten ihrer Ideologie treffen.

Das Besorgniserregende an der Analyse ist, dass sich diese sogenannte Mannosphäre offenbar rasend schnell verändert und dabei radikalisiert, schreibt Technology Review online. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der im Schnitt älteren und weniger gewalttätigen frauenfeindlichen Männer zurückgegangen, während jüngere, schädlichere Aufreiß-Künstler und vor allem Incel-Gemeinschaften einen signifikanten Zulauf aus den Männerrechtsgruppen verzeichnet haben.

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