Papst Aussagen zementieren Geschlechterrollen


Das Nachsynodale Schreiben des Papstes hat Regina Laudage-Kleeberg wütend gemacht. Seine freundlichen Worte können in ihren Augen nicht über das Bild hinwegtäuschen, das Franziskus von Frauen hat.

 Regina Laudage-Kleeberg | katholisch.de

Wütend habe ich das Nachsynodale Schreiben des Papstes gelesen – nicht, weil es keine klugen Wegweiser für die Amazonasregion enthalten würde, nein! Wütend, weil es die Essentialisierung der Geschlechter einmal mehr zementiert. Essentialisierung bedeutet, eine Gruppe von Menschen auf bestimmte Merkmale, Eigenschaften oder Rollen zu reduzieren und diese als Teil ihres Wesens darzustellen.

Schon im Kindergarten werden Mädchen und Jungen heute ermutigt, nicht nur mit „geschlechtsangemessenem“ Spielzeug zu spielen, sondern sich frei zwischen Puppen und Autos zu entfalten. Die Gleichberechtigung und vor allem die Gleichwertigkeit der Geschlechter ist weltweit ein zentrales Entwicklungsthema. Frauen akzeptieren immer seltener die ihnen zugeschriebene Rolle des schwachen, zarten Geschlechts, das sich passiv und zurückhaltend verhalten soll.

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