Tod nach der Passkontrolle


Im nordrhein-westfälischen Lübbecke hat die Ausländerbehörde in der vergangenen Woche Razzien in insgesamt acht Flüchtlingswohnungen durchgeführt. In einer dieser Wohnungen stirbt kurze Zeit später einer der Kontrollierten an einem Herzinfarkt.

Nadine Conti | taz

Auch bei dieser Familie standen die Beamten plötzlich in der Wohnung. Foto: N. Conti

Flüchtlingshelfer*innen kritisieren die Aktion, die auch andere Geflüchtete re-traumatisiert habe. Das Amt gibt sich betroffen und will die Kontrollen vorläufig aussetzen. Der Flüchtlingsrat NRW glaubt, dass sie möglicherweise ohnehin rechtswidrig waren.

Sie kamen in den frühen Morgenstunden am Mittwoch, 5. Februar, erzählen drei der betroffenen Familien der taz – mit sechs oder sieben Leuten, Männern und Frauen, in dunkler Kleidung. Zwischen fünf und sieben Uhr, als die meisten noch in ihren Betten liegen und schlafen, stehen sie plötzlich in den Wohnungen. Die erwachsenen Bewohnerinnen hatten nicht einmal genug Zeit, die Kopftücher anzulegen.

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