Jesuiten: Abkehr von Religion stärker als Fluchtgrund anerkennen


Wer sich etwa im Iran vom Islam abwendet, dem droht höchste Gefahr. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst fordert deshalb, die Abkehr von einer Religion bei Flüchtlingen künftig stärker als eigenständigen Fluchtgrund anzuerkennen.

katholisch.de

Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) ruft die deutsche Justiz dazu auf, die Abkehr von einer Religion (Apostasie) bei Flüchtlingen stärker als eigenständigen Fluchtgrund anzuerkennen. Selbst wenn sich ein Flüchtling nicht oder nicht glaubwürdig zu einer neuen Religion hingewendet habe, könne schon die Apostasie Verfolgung im Herkunftsland auslösen, schreibt der stellvertretende JRS-Direktor Stefan Keßler in einem am Freitag veröffentlichten Infobrief des in Berlin ansässigen Flüchtlingsdienstes.

Als Beispiel führt Keßler in seinem Beitrag den Iran an. Dort drohe bereits Verfolgung wegen der Abwendung vom Islam selbst – egal, ob damit ein Übertritt zu einem anderen Glauben oder die Abkehr von jedweder Religion verbunden sei. „Schon für diese Abkehr sieht das iranische Strafrecht die Todesstrafe vor, denn der Abfall vom Islam gilt als todeswürdiges Verbrechen gegen Gott und die islamische Gemeinschaft“, so Keßler. Die Rechtsprechung in Deutschland nehme eine entsprechende Differenzierung bislang aber kaum vor.

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