Verdacht gegen mutmassliche rechte Terrorzelle in Deutschland erhärtet – zwölf Festnahmen


Die Vereinigung soll Anschläge auf Politiker, Asylbewerber und Muslime geplant haben. Ein Verwaltungsmitarbeiter der Polizei ist suspendiert worden.

Neue Zürcher Zeitung

Der deutsche Generalbundesanwalt geht seit dem Freitagmorgen mit Razzien in sechs Bundesländern gegen eine mutmassliche rechtsterroristische Vereinigung vor. Inzwischen sind zwölf der dreizehn Beschuldigten festgenommen worden. Der Verdacht habe sich erhärtet, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Freitag mit. Ferner ist ein Verwaltungsmitarbeiter der Polizei in Nordrhein-Westfalen suspendiert worden.

Im Zentrum der Ermittlungen stehen laut Bundesanwaltschaft fünf namentlich bekannte Personen. Es gebe den Anfangsverdacht, dass sie sich zusammengeschlossen hätten, um Anschläge auf Politiker, Asylbewerber und Muslime zu begehen. Die Anschlagspläne sollten offenbar dazu dienen, bürgerkriegsähnliche Zustände herbeizuführen und «die Staats- und Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland zu erschüttern und letztlich zu überwinden». Die Bundesanwaltschaft verdächtigt zudem acht weitere Personen, die Vereinigung unterstützt zu haben. Sie hätten zugesagt, finanzielle Unterstützung zu leisten, Waffen zu beschaffen und an künftigen Anschlägen mitzuwirken, hiess es.

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