Antarktis-Schmelze ließ den Meeresspiegel schon einmal stark steigen


In der letzten Warmzeit vor der heutigen stieg der Pegel um sechs bis neun Meter an – trotz einer Meereserwärmung von weniger als zwei Grad

DERSTANDARD

Das Camp der Wissenschafter in der „Patriot Hills Blue Ice Area“. Foto: AntarcticScience.com

Um zu prognostizieren, wie sich ein Abschmelzen mächtiger Eisschilde wie denen von Grönland oder der Antarktis auf den Meeresspiegel auswirken wird, kann man auch einen Blick in die Vergangenheit werfen. Ein internationales Forscherteam hat dies getan und die letzte Warmzeit vor der aktuellen näher untersucht, wie die Universität Bonn berichtet. In dieser über 100.000 Jahre zurückliegenden Ära stieg der Meeresspiegel beträchtlich.

Vor etwa 2,7 Millionen Jahren begann das Eiszeitalter, in dem wir immer noch leben. Trotz seines Namens ist es von extrem wechselhaften Bedingungen geprägt: In einer steten Pendelbewegung haben seit seinem Beginn Warmzeiten, auch Interglaziale genannt, mit etwa zehnmal so langen Kaltzeiten gewechselt, in denen es zu massiven Vergletscherungen kam. Die gesamte menschliche Zivilisation seit der Jungsteinzeit, in der Ackerbau und Viehzucht aufkamen, fällt in ein solches Interglazial.

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