Die islamische Welt ist in der Sackgasse


Warum die muslimischen Länder stagnieren, lässt sich empirisch belegen. Es geht um Diskriminierung von Frauen und mangelnde Säkularisierung.

Guido Kalberer | Tages-Anzeiger

Häufig ist die Rede von offenen Gesellschaften und deren Überlegenheit gegenüber anderen Systemen. Doch was genau ist darunter zu verstehen? In seinem neuen, auf empirische Daten und Fakten gestützten Buch führt der holländische Sozialwissenschaftler Ruud Koopmans ein konkretes Beispiel ins Feld: «Zwischen 1979 und 2014 wurden mehr Bücher ins Finnische als ins Arabische und Türkische übersetzt.»

Wenn in einem einzigen Land mit fünf Millionen Einwohnern mehr Übersetzungen erscheinen als in einer Region mit einer halben Milliarde Muslime, dann läuft dort etwas schief mit der Globalisierung. Abschottung und Einigelung, so belegt die Studie «Das verfallene Haus des Islam», waren noch nie Motoren des zivilisatorischen Fortschritts.

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