Forscher machen grössten Lauschangriff auf Ausserirdische öffentlich


Die Astronomen, die mit Radioteleskopen in der Milchstrasse nach ausserirdischen Zivilisationen suchen, brauchen Hilfe bei der Auswertung von Daten. Daher stellen sie auch «Bürgerforschern» zwei Milliarden Megabytes an Daten über das Internet zur Verfügung.

Neue Zürcher Zeitung

Für die Suche nach ausserirdischen Zivilisationen haben Astronomen den bisher grössten Datensatz öffentlich zugänglich gemacht: Die Initiative «Breakthrough Listen» hat zwei Petabyte Rohdaten von Radioteleskopen ins Internet gestellt, wie die beteiligte Universität von Kalifornien in Berkeley am Freitag (Ortszeit) in Seattle auf der Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (AAAS) berichtete. Zwei Petabyte sind rund zwei Milliarden Megabyte, das entspricht etwa einer Billion Seiten Text.

Die Daten stammen vom Parkes-Radioteleskop in Australien und vom Green-Bank-Radioteleskop in den USA. Sie hatten unsere Heimatgalaxie, die Milchstrasse, nach möglichen Funksignalen ausserirdischer Zivilisationen abgehorcht. Die Auswertung der Daten ist eine Herkulesaufgabe, bei der die Initiative auf die Hilfe von anderen Forschern wie etwa Experten für Maschinenlernen und künstliche Intelligenz hofft.

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