Nach Todesdrama um 13-Jährige: Sekte auch im Ländle


Ein deutsches Ehepaar aus Niederösterreich, das der Glaubensgemeinschaft „Gemeinde Gottes“ angehört, wurde vor wenigen Tagen verurteilt, weil es die Krankheit ihrer 13-Jährigen Tochter aus religiöser Überzeugung nicht behandeln ließ. Das Mädchen starb. Auch in Vorarlberg ist diese „Sekte“ vertreten.

VOL.AT

So gibt es eine Schule, ein Vereinshaus und ein „europäisches Zentrum“ in Wald am Arlberg. Der Bürgermeister Martin Burtscher will sich laut „ORF Vorarlberg“ vor der Gemeindewahl nicht näher dazu äußern.

Vier Familien aus dieser Freikirche in Wald leben im Ort, weitere in Burs, Bludenz oder Braz. Rund zehn Kinder sollen die Schule derzeit besuchen. Ihr Leben sei zurückgezogen – es gebe eigene Kleidervorschriften, eine eigene Weltanschauung und eigene Regeln. So unter anderem auch: medizinische Leistungen im „Gottvertrauen“ abzulehnen.

Wie die Nachrichtenseite weiter berichtet, sei vor wenigen Monaten ein 30-jähriges Mitglied der Glaubensgemeinschaft an einer Herzmuskelentzündung verstorben. Er hatte aus religiöser Überzeugung eine Patientenverfügung abgeschlossen.

weiterlesen