Twitter-Blocklisten sind einfach – und einfach gefährlich


Jeder hat das Recht, sich seine soziale Blase zu schaffen – im Internet ebenso wie im unmittelbaren Miteinander. Auch das ist Freiheit. Schwierig wird es jedoch bei Blocklisten. Denn hier kommt der Datenschutz ins Spiel.

Arnd Diringer | WELT

Suchmaschinen, aber auch soziale Medien wie Facebook und Co., liefern dem Nutzer auf der Grundlage seines Onlineverhaltens selektiv solche Informationen, bei denen die Webseiten-Algorithmen davon ausgehen, dass sie seinem Interesse entsprechen. Informationen, die damit nicht in Einklang stehen, erhält er oft nicht oder nur teilweise.

Die sich daraus für den Nutzer ergebende Wahrnehmung wird als Filterblase bezeichnet. Ob solche Filterblasen unser Denken massiv beeinflussen oder dafür mehr oder minder unbedeutend sind, ist umstritten. Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen, wie die von Richard Fletcher vom Reuters Institute for the Study of Journalism an der Universität Oxford (veröffentlicht in dem Beitrag „The truth behind filter bubbles: Bursting some myths“) zeigen jedenfalls, dass Menschen, die soziale Medien nutzen, mit mehr und verschiedenartigeren Informationsquellen konfrontiert sind, als Nichtnutzer.

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