Wie klösterliche Jesus-Keks-Bäckereien den Glaubensschwund spüren


Für einige Frauenklöster in der Deutschschweiz ist die Hostienherstellung die Haupteinnahmequellen. Aber sie sind immer mehr von sinkender Nachfrage betroffen – und das gefährdet sogar deren Fortbestand.

Barbara Ludwig | katholisch.de

Ein Satz in der Erklärung der Schweizer Bischofskonferenz vom 5. Dezember ließ aufhorchen: „Seit einiger Zeit versuchen weltliche und ausländische Firmen, auf dem Schweizer Hostienmarkt Fuß zu fassen, indem sie die hier bestehenden Preise unterlaufen.“ Es folgte die bischöfliche Empfehlung, die Hostien bei Schweizer Ordensgemeinschaften zu beziehen.

Zwölf Frauenklöster in der Schweiz sind heute noch in der Hostienproduktion tätig. Dabei handelt es sich um kontemplative Gemeinschaften wie Benediktinerinnen, Kapuzinerinnen, Dominikanerinnen und Zisterzienserinnen, die auf einen Broterwerb innerhalb der Klostermauern angewiesen sind.

Hostien aus Klöstern im Ausland sind oft zwei Drittel billiger

„Wir leben von der Produktion und dem Verkauf von Hostien. Könnten wir keine Hostien mehr herstellen, gäbe es bei uns nur noch Brot und Wasser“, sagt Schwester Dominique Leuenberger (63) dem Schweizer Portal kath.ch. Die Priorin des Dominikanerinnenklosters Maria Zuflucht in Weesen (Kanton Sankt Gallen) ist im Vorstand der Vereinigung der Oberinnen der kontemplativen Orden der Schweiz (Vokos) für das Thema „Hostien“ zuständig.

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