100 000 chinesische Studenten können nicht nach Australien einreisen


Australien ist nach den USA und Grossbritannien das beliebteste Land für chinesische Studenten. Doch die Regierung in Canberra hat wegen des Coronavirus eine Einreisesperre für Personen aus China erlassen. Für die Universitäten ist das ein grosses Problem.

Esther Blank | Neue Zürcher Zeitung

Im Februar, nach den langen Sommerferien, beginnt das neue akademische Jahr an den australischen Universitäten. An der Universität von New South Wales drängen sich normalerweise ab Mitte des Monats Tausende Studenten auf dem Campus. In der sogenannten Orientierungswoche gibt es Einführungskurse, Konzerte und Führungen durch Studentenheime und Colleges. Cafés und Restaurants auf dem Campus sind voll. Abends wird im berühmten Roundhouse der Uni wild gefeiert. Am Haupteingang der Universität begrüssen Hunderte Studentenorganisationen neue und zurückkehrende Studenten an bunt geschmückten Ständen.

Doch dieses Jahr ist die Atmosphäre in der «O-Week» gedämpft. Einige der grössten und aktivsten Studentenklubs wenden sich vor allem an die vielen Studenten aus China, die in Australien studieren. Doch diese stecken in ihrer Heimat fest. Viele Studenten tragen schwarze, weisse oder hellgrüne Gesichtsmasken. «Das ist fast schon chic!», kichert eine Studentin aus Malaysia. Sie trägt die Maske sicherheitshalber – wegen des Coronavirus.

weiterlesen