Katholische Kirche? Es reicht!


Totale Unfähigkeit zur Reform: Die Ausgrenzung der Frauen und der zölibatäre Zwang für die Priester hat schon so viel Unheil angerichtet.

Heribert Prantl | Süddeutsche Zeitung

In den katholischen Gotteshäusern brennt rund um die Uhr ein sogenanntes ewiges Licht. Es leuchtet rot, ist in der Nähe des Tabernakels angebracht oder hängt dort in einer Ampel von der Decke. Es soll die Präsenz des Heiligen anzeigen. In sehr vielen Kirchen kann man das Licht mittlerweile als Notsignal vor die Tür hängen.

Der Traum ist aus

Es ist bitter, es ist traurig, es ist zum Verzweifeln: Papst Franziskus hatte nicht die Kraft, vielleicht auch nicht den Willen, den Zölibat zu lockern. Er hatte auch nicht die Kraft, die Ausgrenzung der Frauen in der katholischen Kirche zu beenden und ihnen eine neue Rolle zu geben. Er beißt auf den Granit, mit dem seine Gegner den Vatikan ausgelegt haben. Aber er ist bei den Themen Sexualität und Gleichberechtigung eben auch nicht der Revolutionär, als der er sich beim Thema Wirtschaft hervortut. Nach der jüngsten päpstlichen Entscheidung in Rom genügt es nicht mehr, eine rote Ampel in oder vor der Kirche aufzuhängen. Nun kann man eine ganze Serie von roten Lichtern aufhängen.

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1 Comment

  1. Wen interessiert es, ob die katholische Kirche sich reformiert? Wer Priesterinnen und kein Zölibat will, kann evangelisch werden und jede Reform frei Haus erfüllt bekommen.
    Wer nicht konvertiert, meint es nicht ernst.

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