Studentenmissionare: Die Speerspitze der Neuevangelisierung?


In den USA sind die Studentenmissionare der Organisation FOCUS eine bestimmende Größe in der Berufungspastoral. Mit ihrem Erfolgsmodell sind sie vor Kurzem sogar ins Erzbistum Köln expandiert. Katholisch.de stellt die Bewegung vor, die sich neben großem Lob auch harscher Kritik aussetzen muss.

Roland Müller | katholisch.de

Bild: ©FOCUS

Es war die Begegnung mit einem Missionar, die das Leben von Mychal Augustine entscheidend verändern sollte. Der hochgewachsene US-Amerikaner war während seiner College-Zeit auf Sinnsuche: „Ich stellte mir die großen Fragen: Wofür lohnt es sich zu leben? Gibt es Gott und welchen Auftrag hat er für mich?“ Der heute 30 Jahre alte Bauingenieur war zwar in seiner Heimat im US-Bundesstaat Kansas katholisch aufgewachsen und hatte von seinen Eltern „beten gelernt“, wie er berichtet. Doch als Jugendlicher verlor der Glaube für ihn immer mehr an Bedeutung. Erst eine Einladung zum Essen in seinem dritten Studienjahr brachte Augustine wieder zur Kirche zurück: Dort lernte er einen Missionar der Organisation „Fellowship of Catholic University Students“ kennen, kurz FOCUS. Beide freundeten sich an. Der FOCUS-Missionar – nur ein paar Jahre älter als Augustine – bemerkte dessen Sehnsucht nach Sinn und lud ihn ganz unverbindlich zu einer Bibelgruppe ein.

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