Tausendfüßer beim Sex beobachtet


Liebesspiel unter Vielbeinern: Forscher haben Tausendfüßer beim Sex beobachtet – und ganz genau hingeschaut. Ihre Aufnahmen des Geschlechtsakts enthüllen erstmals im Detail, wie die Genitalien von Männchen und Weibchen der Gattung Pseudopolydesmus miteinander interagieren. Dabei stellte sich auch heraus: Nach dem Sex versiegelt die Tausendfüßer-Dame ihre Vulven offenbar mit einem klebrigen Sekret – vielleicht schützt sie auf diese Weise das Sperma, so die Vermutung des Teams.

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Tausendfüßer beim Sex – die Strukturen ihrer Genitalien sind im UV-Licht gut zu erkennen. © Stephanie Ware, Field Museum

Ob Vorspiel-liebende Bärtierchen, der Unterwasserakt der Delfine oder Schneeaffen mit außergewöhnlichen erotischen Vorlieben: Die vielfältigen Geschlechtsorgane und Sexpraktiken im Tierreich versetzen Forscher immer wieder in Erstaunen. Sogar Männchen, die nach der Paarung die Genitalien ihrer Partnerin verstümmeln, und Arten, bei denen das weibliche Geschlecht den Penis besitzt, haben Biologen bereits entdeckt.

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