Das Fach Religion: Warum Schüler seine Abschaffung fordern


Den Religionsunterricht in Verantwortung der Kirchen abschaffen? Das fordert jedenfalls die Landesschülervertretung Rheinland-Pfalz. Dafür erntet sie viel Gegenwind. Und obwohl niemand den Vorstoß wirklich unterstützt, schlägt das Thema doch Wellen.

Anna Fries | katholisch.de

Die Forderung der Landesschülervertretung (LSV) Rheinland-Pfalz ist plakativ und weitreichend: Weg mit dem konfessionellen Religionsunterricht! Seit Herbst 2019 sucht die LSV Unterstützer für ihr Anliegen, erntet für den Vorstoß aber vorwiegend Kritik. Theologen, Religionslehrer und Politiker scheinen sich in der Ablehnung einig. Entsprechend schlecht stehen die Chancen für das Anliegen. Trotzdem wird über den Vorstoß diskutiert.

Was wollen nun die Schülervertreter? „Wir fordern ein Fach für alle Schülerinnen und Schüler, das Religionen und ihre Geschichte und Überzeugungen, aber auch Religionskritik, Werte und Atheismus behandelt“, sagt die LSV-Bundesdelegierte Lucia Wagner. Die LSV wünsche einen unvoreingenommenen Blick auf Religionen: Unterrichten sollten Lehrer mit nicht-theologischem Studium, die ihre persönlichen Überzeugungen außen vor lassen und nicht von Religionsgemeinschaften ausgesucht werden. Religionsvertreter könnten als Gäste ihren Glauben im Unterricht vorstellen, schlägt Wagner vor.

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