US-Diözese meldet wegen Missbrauchs-Klagen Insolvenz an: „Ein verantwortungsvoller Weg“


Als erste Diözese des US-Bundesstaates Pennsylvania meldet das Bistum Harrisburg Konkurs an. Grund dafür ist ein Urteil des Berufungsgerichts, das Opfern die Möglichkeit gibt, Diözesen des Bundesstaats wegen sexuellen Missbrauch zu verklagen.

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Der Schritt sei ein verantwortungsvoller Weg, damit die Diözese geistlich und wohltätig alles weiterhin tun könne, was sie bisher tue, so der Anwalt der Diözese, Matthew Haverstick.

Mehrere neue Klagen zur Konsequenz

Hintergrund des Konkursverfahrens ist ein kürzlich ergangenes Urteil eines Berufungsgerichts, das es Opfern ermöglicht, die Diözesen des Bundesstaates wegen sexuellen Missbrauchs durch Priester in der Vergangenheit zu verklagen. Das hatte die Gesetzgebung Pennsylvanias bis dahin nicht vorgesehen. Verjährungsfristen verhinderten bis vor kurzem Opfern das Recht auf Entschädigung.

Für die Diözese Harrisburg habe das Urteil des Berufungsgerichts mehrere neue Klagen zur Konsequenz gehabt, erklärte Haverstick. Jede einzelne Klage hätte „katastrophale Folgen“ für die Diözese nach sich gezogen.

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