Zeuge: Deutscher aus Dinslaken war IS-Henker


  • Neuer Zeuge belastet Nils D. schwer
  • Es sei „schlagend und schreiend“ durch das Gefängnis gezogen
  • Zeuge will ihn an seinen Augen erkannt haben

WDR.de

Nils D. steht im Prozess um die Lohberger Brigade vor Gericht | Bildquelle: dpa

Ist dies die entscheidende Wende im Prozess gegen Nils D.? Der Deutsche aus Dinslaken steht derzeit in Düsseldorf wegen seiner Beteiligung am Syrien-Krieg vor Gericht. Er stand aber kurz vor der Freilassung, weil der ursprüngliche Hauptbelastungszeuge in der Türkei nicht geladen und vernommen werden konnte. Am Mittwoch wurde nun ein Syrer als Zeuge vernommen, der den 29-Jährigen schwer belastete: Er warf D. vor, ein Henker des IS gewesen zu sein.

Der Zeuge, ein Student aus Syrien, berichtete, selbst in dem Gefängnis gefoltert worden zu sein. D. habe dort unter dem Kampfnamen Abu Ibrahim al-Almani sein Unwesen getrieben. Der Deutsche sei, wenn er schreiend und schlagend durch das Gefängnis gezogen sei, maskiert gewesen, sagte er. Er erkenne ihn an seinen Augen wieder. Der IS-Mann habe nur wenig arabisch gesprochen, aber im Gefängnis zur Begrüßung regelmäßig gesagt: „Mit dem Tod kommen wir zu Euch.“ Die Verbrechen soll er 2014 im syrischen Manbidsch verübt haben.

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