Depression: Zögern zeigt Rückfallrisiko


Oft wäre es besser gewesen, die Behandlung fortzusetzen – die Rückfallquote bei Depressionen ist hoch. Forscher haben nun eine Möglichkeit aufgezeigt, das Rückfallrisiko vorauszusagen: Es spiegelt sich demnach in langsamen Entscheidungen wider. Patienten mit schlechter Prognose zögern demnach in charakteristischer Weise bei Entscheidungen darüber, wie viel Anstrengung sie für eine Belohnung investieren möchten. Der Zusammenhang könnte zur Entwicklung eines Testverfahrens führen, sagen die Wissenschaftler.

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Die Lebensqualität sinkt auf Null – niedergeschlagen und antriebslos schleppen sich Millionen von Menschen durchs Leben. In einigen Fällen helfen ihnen nur stimmungsaufhellende Medikamente. Aus Studien ist bekannt, dass diese Behandlung über das Abklingen der Symptome hinaus fortgesetzt werden sollte, um die Gefahr eines Rückfalls zu verringern. Doch wann die Medikamente abgesetzt werden können, lässt sich bisher kaum einschätzen. „Etwa 30 Prozent der Betroffenen erleiden in den ersten sechs Monaten nach dem Absetzen einen Rückfall. Das ist ein sehr hoher Anteil. Bisher gibt es kein etabliertes Instrument, mit dem sich dieses Risiko abschätzen lässt“, sagt Isabel Berwian von der Universität Zürich.

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