Hunderttausende dopen sich für den Job

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Hunderttausende nehmen täglich leistungssteigernde Arzneien ein. Experten warnen: Der Effekt ist minimal.

Rainer Woratschka | DER TAGESSPIEGEL

Alles zu viel. Vor allem Ältere schlucken für den Job leistungssteigernde Medikamente.Foto: Oliver Berg / dpa

Fast zwei Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland schlucken regelmäßig leistungssteigernde oder stimmungsaufhellende Medikamente. Hochgerechnet sind das rund 700.000 Menschen. Und besonders häufig greifen ältere Beschäftigte über 60 zu solchen Mitteln.Von ihnen haben sich in den vergangenen zwölf Monaten 4,4 Prozent mindestens einmal gedopt.

Zu diesem Befund kommt eine aktuellen DAK-Analyse, die am Donnerstag präsentiert wurde. Dabei wurde untersucht, ob und wie Erwerbstätige ohne medizinische Notwendigkeit zu verschreibungspflichtigen Medikamenten greifen, um im Job leistungsfähiger zu sein oder nach der Arbeit noch genug Energie für private Unternehmungen zu haben. Experten sprechen von pharmakologischem Neuro-Enhancement, es geht dabei um Substanzen wie Methylphenidat oder Fluoxetin.Die Studie ist repräsentativ, befragt wurden mehr als 5.500 Berufstätige im Alter von 18 bis 65. 

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