Entstand die Erde schneller als gedacht?


Staub statt Brocken? Der größte Teil unseres Planeten könnte in nur fünf Millionen Jahren entstanden sein – weit schneller als bislang gedacht, wie Forscher berichten. Statt allmählich aus Kollisionen immer größerer Planetenbausteine heranzuwachsen, bildete sich die Proto-Erde demnach rapide aus einer Zusammenballung von Staub in der Urwolke. Indizien für diesen Prozess haben die Wissenschaftler bei Vergleichsanalysen von Meteoriten- und Erdgestein gefunden.

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Entstand die junge Erde aus dem solarem Staub der Urwolke statt aus der Kollision größerer Brocken? © NASA

Gängiger Theorie nach bildeten sich die Erde und die anderen Gesteinsplaneten des Sonnensystems langsam und in mehreren Phasen. Durch Turbulenzen in der Urwolke entstanden zunächst Objekte mit mehreren hundert Kilometern Größe, die dann durch ihre Schwerkraft allmählich immer mehr staubkorngroße Partikel an sich zogen. Als sich dann die Urwolke rund vier bis fünf Millionen Jahre nach ihrer Entstehung wieder auflöste, wuchsen die Planetenembryos im Laufe weiterer Millionen Jahre durch Kollisionen untereinander zu Protoplaneten heran – soweit das gängige Szenario.

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