Regisseur Röhl: Parallelen zwischen Odenwaldschule und Kirche – „Im Inneren autokratisch“


Regisseur Christoph Röhl sieht Parallelen zwischen seinem Dokumentarfilm „Verteidiger des Glaubens“ über Papst Benedikt XVI. und seinen früheren Projekten zur Odenwaldschule. In beiden „Systemen“ wurde Missbrauch nicht offen angesprochen.

DOMRADIO.DE

„Obwohl die Odenwaldschule nach außen hin progressiv und liberal gewirkt hat, war sie im Inneren autokratisch“, sagte Röhl am Freitag vor Journalisten in Rom. Es habe dort, ähnlich wie in der katholischen Kirche, ein „höheres Ziel“ gegeben, dem man habe dienen wollen. „Den Missbrauch offen anzusprechen, hätte dieses Ziel in Gefahr gebracht“, so der Regisseur.

Röhls umstrittener Dokumentarfilm „Verteidiger des Glaubens“ über die Rolle von Benedikt XVI. in der Missbrauchskrise wurde am Freitag in Rom erstmals in englischer Sprache präsentiert. Bereits 2010 hatte Röhl eine Dokumentation über die Missbrauchsfälle an der hessischen Odenwaldschule gedreht. 2013 drehte er am Originalschauplatz den Film „Die Auserwählten“ mit Ulrich Tukur in der Rolle des Schulleiters

weiterlesen