Als der Papst die Queen exkommunizierte


Vor 450 Jahren wurde die englische Königin Elizabeth I. vom Vatikan exkommuniziert und für abgesetzt erklärt. Das vertiefte die ohnehin schon bestehende Kluft zwischen Rom und London – mit weitreichenden Folgen.

Denise Thomas | katholisch.de

Während man sich in Großbritannien derzeit von der EU abwendet, wandte sich vor genau 450 Jahren eine große, im Herzen Europas verankerte Institution von Großbritannien ab: die katholische Kirche. Am 25. Februar 1570 erklärte Papst Pius V. die englische Königin Elizabeth I. mit der Bulle „Regnans in excelsis“ für abgesetzt und exkommuniziert. Sie wurde aus der Gemeinschaft der katholischen Kirche ausgeschlossen und war in den Augen des Vatikan nicht länger die rechtmäßige englische Herrscherin.

Englischen Katholiken, die weiterhin zu Elizabeth halten sollten, drohte Pius ebenfalls mit dem Kirchenausschluss. Alle, die einen Treueschwur auf die Königin ablegt hatten, entband er von ihrem Eid und rief sie auf, in den Schoß der katholischen Kirche zurückzukehren. Außerdem erklärte der Heilige Vater ausgerechnet Elizabeths Erzfeindin zur rechtmäßigen Herrscherin über das Vereinigte Königreich: ihre Cousine Maria Stuart, die Königin von Schottland, die ihrerseits ihren Anspruch auf den englischen Thron nie aufgegeben hatte.

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