Fünftes Todesopfer in Italien, EU stellt für den Kampf gegen das Virus 230 Millionen Euro zur Verfügung


Etwa 2600 Personen sind bisher in China an der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, über 77 000 gelten dort als infiziert. Ausserhalb Chinas gibt es grössere Epidemien vor allem in Südkorea und Italien.

Neue Zürcher Zeitung

In Afghanistan bestätigte das Gesundheitsministerium am Montag (24. 2.) den ersten Coronavirus-Fall im Land. Auch im Irak vermeldete das Gesundheitsministerium einen ersten Infizierten. Dies vermeldete Reuters mit Verweis auf einen Beamten. Bei dem Infizierten soll es sich um einen Theologie-Studenten in der Stadt Najaf handeln. Er stammt aus Iran. Laut Behördenangaben war er eingereist, bevor der Irak die Grenzübergänge schliessen liess. 

Die EU-Kommission stellt für den Kampf gegen die Verbreitung des Virus 230 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld soll auch Nicht-EU-Ländern für Sicherheitsmassnahmen und für die Forschung dienen. Dies kündigten die Europäischen Kommissare für Gesundheit und Krisenmanagement, Stella Kyriakides und Janez Lenarcic, am Montag (24. 2.) an. Demnach sollen am Dienstag (25. 2.) «im Einvernehmen mit den italienischen Behörden» Vertreter des Europäischen Zentrums für die Seuchen-Prävention und -Bekämpfung (ECDC) und Experten der WHO nach Italien geschickt werden. Man sei im regelmässigen Austausch mit dem italienischen Gesundheitsminister Roberto Speranza. Italien habe «alle notwendigen Massnahmen» ergriffen, um die Ausbreitung des Virus zu verfolgen und eine weitere Ansteckungen zu verhindern, lobte die EU-Kommissarin Lenarcic.

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