Jahrtausende alte Lerche aus dem Eis


Für die Nachwelt konserviert: Forscher haben im Permafrostboden Sibiriens das über 40.000 Jahre alte Fossil einer Ohrenlerche entdeckt. DNA-Analysen enthüllen nun, dass der Vogel eng mit zwei heute in Nordrussland und der Mongolei verbreiteten Unterarten verwandt ist. Er scheint ein gemeinsamer Vorfahre dieser beiden Ohrenlerchen zu sein. Damit liefert der Piepmatz aus dem Eis spannende neue Erkenntnisse über die Evolution dieser Singvögel.

scinexx

Permafrost hat diese Lerche mehr als 40.000 Jahre lang wie in einer Tiefkühltruhe konserviert. © Love Dalén

Die dauerhaft gefrorenen Böden des Permafrosts wirken wie gigantische Tiefkühltruhen: Vor allem in der Arktis konservieren sie seit Jahrtausenden Pflanzen und Tiere – von Mammuts über Urpferde und Wölfe bis hin zu menschlichen Mumien. „Solche Überreste bieten eine einzigartige Gelegenheit, um Ökosysteme der Vergangenheit zu erforschen“, erklären Nicolas Dussex von der Universität Stockholm und sein Team. Das Besondere: Im Eis bleiben nicht nur tierische Haare und Federn gut erhalten. Oftmals lässt sich aus dem Gewebe sogar DNA- oder RNA-Material isolieren.

weiterlesen