Polen: Rede- und Auftrittsverbot für Bischof aus Kasachstan – Papst als Antichrist bezeichnet


Erzbischof Lenga ist kein Freund von Papst Franziskus: In Büchern, Interviews und Stellungnahmen hat er ihm immer wieder Irrlehren vorgeworfen und ihn als Ketzer bezeichnet. Nun ist der Geduldsfaden der Bischöfe in Polen gerissen.

katholisch.de

Nach heftiger Kritik am Papst darf der emeritierte Erzbischof von Karaganda (Kasachstan) in Polen nicht mehr predigen, öffentlich die Messe feiern und in den Medien auftreten. In einer Stellungnahme der polnischen Bischofskonferenz vom Samstag betonte deren Sprecher, dass der in Polen lebende Erzbischof Jan Pawel Lenga nicht zur polnischen Bischofskonferenz gehöre und nicht für den polnischen Episkopat spreche. Es sei bedauerlich, dass Lenga „die Gläubigen in die Irre“ führe.

Die Sanktionen gelten vorerst bis zu einer endgültigen Entscheidung des Heiligen Stuhls. Der zuständige Ortsbischof von Wloclawek hatte das Auftritts- und Predigtverbot angeordnet, um weitere „Ärgernisse unter den Gläubigen“ zu unterbinden, wie ein Sprecher des Bistums bereits am Donnerstag gegenüber der polnischen katholischen Nachrichtenagentur KAI erläuterte. Schon im Januar hatte sich die polnische Bischofskonferenz deutlich von Lenga distanziert.

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