Theologe fordert singlesensible Kirche


Die Lebenswelt der Singles kommt laut einer Studie des Theologen Tobias Faix in vielen Gemeinden kaum vor. Die Kirche müsse ihre Haltung gegenüber Singles ändern sowie über neue Formate nachdenken, sagte der Professor für Praktische Theologie an der CVJM-Hochschule in Kassel dem Evangelischen Pressedienst (epd).

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Gemeinsam mit der Wissenschaftlerin Johanna Weddigen und Tobias Künkler vom CVJM-Forschungsinstitut „empirica“ in Kassel hat er 3.200 evangelische Singles im deutschsprachigen Raum befragt. Demnach fühlten sich Alleinstehende in ihren Gemeinden häufig vernachlässigt und ausgegrenzt. Faix sprach sich für eine „singlesensible Kirche“ aus.

„Die am meisten wachsende gesellschaftliche Gruppe ist die am wenigsten beachtete kirchliche Gruppe“, erklärte der Blogger. Dabei sehnten sich gerade Singles nach Gemeinschaft. Während sich mehr als die Hälfte der Befragten spezielle Angebote wünschten, hätten gerade einmal sechs Prozent von ihnen angegeben, Singlearbeit in ihren Gemeinden zu kennen. „Da ist eine große Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit“, betonte Faix.

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