Volkmarsen: Gezielte Falschmeldungen über Amokfahrt


Eine anonyme Seite behauptet im Netz, in Volkmarsen habe es einen islamistischen Anschlag gegeben. Obwohl Belege fehlen, teilen unter anderem AfD-Profile die Falschmeldung. Geglaubt wird, was ins eigene Weltbild passt.

Patrick Gensing | tagesschau.de

Rettungskräfte in Volksmarsen am Rande eines Umzugs | Bildquelle: Hessischer Rundfunk

In sozialen Netzwerken taucht nach mutmaßlichen Anschlägen oder Amokfahrten wie am Montag in Volkmarsen schnell eine Frage auf: Welche Nationalität hat der Täter? Die Polizei ist mittlerweile geübt, mit solchen Situationen umzugehen, fordert über ihre Social-Media-Profile dazu auf, nicht zu spekulieren und auf gesicherte Informationen zu warten, und bitte keine Videos und Fotos zu verbreiten.

Dies hat unter anderem den Hintergrund, dass Angehörige von Opfern erst informiert werden sollen. Auch können Videos und Fotos, die aus dem Kontext gerissen werden, Angst und Panik verbreiten. Nach einer Amokfahrt in Münster beispielsweise wurden Bilder von einem Lieferwagen veröffentlicht, in dem sich angeblich ein Sprengsatz befand. Zudem kursierte das Gerücht, es seien bewaffnete Terroristen in der Stadt unterwegs. Solche Falschmeldungen können in unübersichtlichen Situationen Panik auslösen.

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