Auch die Kirche muss ihren Mitarbeitern gegenüber loyal sein


Die Kirche hat ein eigenes Arbeitsrecht. Viel ist dabei von Gemeinschaft und Loyalität gegenüber der Kirche die Rede – doch es braucht auch eine Loyalität der Kirche gegenüber ihren Mitarbeitern, kommentiert katholisch.de-Redakteur Felix Neumann.

Felix Neumann | katholisch.de

Die Kirche als Arbeitgeberin ist von mehreren Seiten unter Druck: Stärker noch als weltliche Unternehmen spürt sie den Fachkräftemangel. Und die Gerichte nehmen ihr immer mehr Spielraum, eigene Regelungen abseits der allgemeinen Gesetze zu treffen. Beide Probleme haben mit dem kirchlichen Arbeitsrecht zu tun, das nichts mit schmutzigem Arbeitskampf zu tun haben will, stattdessen lieber eine heile Gemeinschaft im Dienste der Sache Jesu propagiert und Loyalität von den Mitarbeitern einfordert.

Das Problem haben auch die Verantwortlichen in der Kirche schon lange erkannt. „Für das Reich Gottes“ sind die jüngsten Vorschläge für eine Reform des kirchlichen Arbeitsrechts überschrieben, die der ehemalige Münchner Generalvikar Peter Beer in der aktuellen Herder-Korrespondenz vorlegt. Zurecht stellt er zwei zentrale Fragen: „Warum und wozu wollen wir überhaupt ein spezifisches kirchliches Arbeitsrecht?“ Und: „Wenn wir ein spezifisches kirchliches Arbeitsrecht wollen, wie soll es dann ausgestaltet sein, damit überhaupt etwas Spezifisches zum Ausdruck kommen kann?“

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