Starke Kernkraft überrascht Physiker


Erstaunlicher Wandel: Unter extremem Druck verändert die starke Kernkraft offenbar ihre Natur, wie nun ein Experiment aufgedeckt hat. Statt nur Neutronen und Protonen zusammenzuhalten, wirkt sie dann auch zwischen gleichartigen Kernbausteinen – und erzeugt dabei eine Abstoßung zwischen Neutronen. Diese erstmals nachgewiesene Transformation der starken Kernkraft könnte unter anderem erklären, warum Neutronensterne nicht kollabieren, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

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Die starke Kernkraft hält die Kernbausteine zusammen, doch unter extremem Druck verändert sie sich. © Adisonpk/ iStock

Die starke Kernkraft ist eine der vier Grundkräfte der Physik. Über ihre Kraftteilchen, die Gluonen, bindet sie die Quarks im Inneren der Protonen und Neutronen aneinander und hält auch die Kernbausteine im Atomkern zusammen. Experimente belegen zudem, dass die starke Kernkraft auch auf Antimaterie wirkt und dass sie bei Nukleonen im Inneren von Atomkernen möglicherweise eine etwas andere Unterstruktur von Quarks und Gluonen erzeugt als bei freien Neutronen oder Protonen.

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