Uniter schulte Polizei auf Philippinen

HP Uniter e.V. Screenshot: bb

Eine Einheit des privaten Vereins Uniter will auf den Philippinen „versehentlich“ Kräfte der Nationalpolizei geschult haben. Die Polizeitruppe ist in die massenhafte Tötung von Zivilisten verwickelt.

Silvio Duwe, Marcus Weller | tagesschau.de

Bild: tagesschau

Die Zusammenarbeit zwischen dem umstrittenen Verein Uniter und philippinischen Polizeikräften war anscheinend weitaus intensiver als bisher bekannt. Das zeigen Recherchen des ARD-Magazins Kontraste in Zusammenarbeit mit „t-online.de“.

Demnach hat Uniter mit Kräften der Philippinischen Nationalpolizei (PNP) eine Trainingseinheit im Laguna Distrikt südlich der Hauptstadt Manila durchgeführt. Im Juli 2019 fand dazu eine Schulung mit der PNP auf den Philippinen statt. Das dabei vermittelte Wissen kann der Polizei dabei helfen, effektiver im sogenannten Krieg gegen die Drogen vorzugehen, den der autoritär regierende Präsident des Landes, Rodrigo Duterte, 2016 ausgerufen hat.

Tausende Tote im „Krieg gegen die Drogen“

Seit dessen Amtsantritt ruft Duterte offen dazu auf, angebliche Drogenkriminelle zu ermorden. Ein Aufruf, dem die PNP Folge leistet. Den Todesschwadronen fallen neben Drogendealern und Abhängigen auch gänzlich Unbeteiligte, darunter sogar Kinder, zum Opfer. Die Mörder müssen nicht fürchten, sich für ihre Taten vor Gericht verantworten zu müssen.

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