Urzeitliche „Rück-Evolution“


Beinverlust vor 518 Millionen Jahren: Forscher haben das Rätsel um ein bizarres Urzeit-Wesen gelöst. Es handelt sich um das früheste Beispiel eines Tieres, das im Lauf seiner Entwicklungsgeschichte unnötig gewordene Gliedmaßen rückgebildet hat – ähnlich wie bei den Schlangen. Das wurmartige Wesen lebte demnach in einer Röhre im Meeresboden und konnte deshalb Füße einsparen, die seine krabbelnden Vorfahren bereits hervorgebracht hatten.

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Was für ein Wesen war Facivermis aus den Meeren des Kambriums? (Bild: Franz Anthony)

Der Blick richtete sich auf das geheimnisvolle Erdzeitalter des Kambriums: In der Zeit von vor 541 bis 485 Millionen Jahren kam die Evolution so richtig ins Laufen – in den Meeren entstanden die Urformen fast aller heutigen Tierstämme. Es gab im Kambrium aber auch Lebewesen, die Paläontologen nicht eindeutig in den Baum des Lebens einordnen können. Ein solcher Fall war bisher ein seltsames Lebewesen, das seit dreißig Jahren aus verschieden Funden bekannt ist: Facivermis yunnanicus war etwa zehn Zentimeter lang, besaß fünf Paare stacheliger Arme im Kopfbereich und am Ende seines wurmartigen Körpers eine seltsame Verdickung. Diese Merkmalskombination hat zu einer Debatte über die evolutionsgeschichtliche Zuordnung von Facivermis geführt.

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