Amphibien: Verborgenes Leuchten aufgedeckt


Einige sind auffallend bunt gezeichnet, doch abgesehen davon besitzen viele Amphibien offenbar weitere optische Merkmale, die bisher unentdeckt geblieben sind: Sie leuchten unter UV- oder Blaulicht für unsere Augen unsichtbar in grünem Licht, haben Forscher festgestellt. Diese Fähigkeit zur sogenannten Biofluoreszenz scheint bei Salamandern, Molchen und Fröschen überraschend weit verbreitet zu sein. Der subtile Schimmer könnte somit eine bisher unbekannte Rolle im Leben dieser Amphibien spielen, sagen die Wissenschaftler.

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Ein Bergmolch bei Tageslicht (oben) und fluoreszierend bei blauem Licht (unten). (Bild: Scientific Reports, doi: 10.1038/s41598-020-59528-9, Lizenz: CC-by-sa 4.0 )

Tierisches Leuchten verbinden viele Menschen mit dem Glühwürmchen – doch bei ihm handelt es sich um ein aktives Erzeugen von Licht durch biochemische Prozesse. Im Gegensatz zu dieser sogenannten Biolumineszenz ist die Biofluoreszenz passiv: Wenn Licht aus dem blauen oder ultravioletten Spektrum die Oberflächen mancher Lebewesen trifft, werden spezielle Moleküle zum Leuchten angeregt. Bekannt sind vor allem die Fluoreszenz-Proteine einiger Nesseltiere, die bei Beleuchtung durch blaues Licht grün oder rot schimmern. Diese Substanzen werden bereits in der biologischen und medizinischen Forschung eingesetzt – etwa um bestimmte Gewebe zu markieren.

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