Russische Forscher beobachten mehr Kannibalismus unter Eisbären


Manchmal greifen Eisbären ihre Artgenossen an und fressen sie. Ob das mit dem Klimawandel zusammenhängt, ist noch unklar, sagen die Forscher von der Russischen Akademie der Wissenschaften. Allerdings stellen sich die Eisbären mit steigenden Temperaturen auch schon auf Planzennahrung um.

Neue Zürcher Zeitung

Eisbär auf einer Eisscholle, weit weg vom Festland. Peter Diem / NZZ

Russische Forscher beobachten mehr Fälle von Kannibalismus unter Eisbären. Es sei in den vergangenen Jahren häufiger vorgekommen, dass die Tiere Artgenossen jagen und fressen.

Wie Ilja Mordwinzew vom Sewerzow-Institut für Umwelt- und Evolutionsprobleme der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau sagte, ist unklar, ob das nur mit dem Klimawandel zusammenhängt. «In manchen Jahreszeiten mangelt es an Nahrung. Da greifen dann grosse Männchen Weibchen mit Jungen an.»

Normalerweise jagen die Bären auf dem Meereis Robben. Weil das Nordpolarmeer immer länger eisfrei ist, gehen sie an Land auf Futtersuche. In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Berichte, dass sich Eisbären menschlichen Siedlungen genähert haben. So etwas komme immer häufiger vor, sagte Mordwinzew.

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