Warum Russland türkische Soldaten in Syrien als Terroristen sieht


Die Lage in Syrien ist eskaliert. Die türkischen Soldaten hätten sich unter Terrorkämpfern aufgehalten, erklärt Russland den Militärschlag

André Ballin | DERSTANDARD

Russische Armeefahrzeuge patrouillieren auf der Schnellstraße M4 im Norden Syriens.
Foto: Delil SOULEIMAN / AFP

Russland macht die Türkei für die tödliche Eskalation in Syrien verantwortlich: Laut dem russischen Verteidigungsministerium hat die Armee von Bashar al-Assad in der Provinz Idlib den Versuch einer massiven Offensive der Rebellen abgewehrt. Bei den Gefechten sei auch eine Gruppe türkischer Soldaten getötet worden, bestätigte Moskau. Doch das sei nur geschehen, weil sich die türkischen Soldaten unter die Terroristen gemischt hätten, betonte ein Sprecher des Ministeriums. „Laut den von türkischer Seite an das russische Zentrum für Aussöhnung geschickten Koordinaten wären im Umkreis der Siedlung Bechun keine Soldaten gewesen, und es hätte dort auch keine geben dürfen“, so die offizielle Verlautbarung.

Während das Verteidigungsministerium gleichzeitig erklärte, die russische Luftwaffe sei nicht an den Angriffen auf das türkische Militär beteiligt gewesen, hörte sich das in der Reportage des staatlichen Senders VGTRK am Abend noch völlig anders an: „Die syrischen Soldaten werden von der Luftwaffe gerettet – von der syrischen und der russischen. Syrische und russische Flugzeuge stoppen ein ums andere Mal die Milizenkämpfer“, еrklärte der Nahost-Korrespondent des Kreml-nahen Senders, Jewgeni Poddubny.

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