Bischöfe wollen sich mit Zahlungen für Missbrauchsopfer befassen


Die katholischen Bischöfe ringen weiter um ein Verfahren zur Entschädigung von Missbrauchsopfern. Die Richtungsentscheidung könnte bei der Frühjahrsvollversammlung fallen.

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Als der Sprecher der Opferinitiative „Eckiger Tisch“ im September 2019 zwei Entschädigungsmodelle für Missbrauchsopfer vorstellte, war das ein Paukenschlag: Die Betroffenen sollten sechsstellige Summen bis zu 400.000 Euro erhalten, so sahen es Empfehlungen vor, die Matthias Katsch und andere in einer „Unabhängigen Arbeitsgruppe“ im Auftrag der Bischofskonferenz erarbeitet hatten.

Woher sollen die Mittel kommen?

Bischof Stefan Ackermann erklärte damals als Missbrauchsbeauftragter der Bischofskonferenz, die Bischöfe hätten sich darauf geeinigt, das bisherige Anerkennungssystem zu einem Entschädigungs-Verfahren weiterzuentwickeln. Zugleich betonte er, über Summen hätten die Kirchenvertreter nicht gesprochen. Schnell wurde klar, dass bei der im Papier genannten Summe ein Milliardenbetrag auf die katholische Kirche in Deutschland zukommen würde. Es folgte eine Debatte darüber, woher die Mittel kommen sollten.

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