Ein feuchter Traum: Energie aus der Luft


Studie zeigt vielversprechenden Modellversuch: Bakterienfasern können Strom aus Luftfeuchtigkeit erzeugen.

Friederike Schlumm | DERSTANDARD

Bakterien besitzen viele kleine Proteinfasern mit erstaunlichen Eigenschaften Foto: AP/Centers for Disease Control and Prevention

Strom erzeugen aus der Luft? Was wie das Versprechen von Freie-Energie-Maschinen aus dem parawissenschaftlichen Bereich klingt, ist tatsächlich eine clevere Zusammenarbeit von Elektrotechnik, Biologie und Chemie. Anders als bei den Verfechtern des Perpetuum mobiles bleibt diese neue Erfindung unseren physikalischen Gesetzen treu.

Die Idee, eine elektrische Ladung aus Luftfeuchtigkeit zu erzeugen, ist nicht neu. Dafür jedoch biologische Eiweißstrukturen zu verwenden, ist eher unkonventionell. Das Bakterium Geobacter sulfurreducens produziert feine Fasern, sogenannte Pili, die es ihm ermöglichen, sich an Oberflächen anzuhaften. Wissenschafter entdeckten außerdem, dass diese Proteine leitende Eigenschaften besitzen, ähnlich der von künstlichen Nanodrähten.

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