Uniter verliert Gemeinnützigkeit

HP Uniter e.V. Screenshot: bb

Der Soldaten- und Prepper-Verein, gegründet von ehemaligen Kommandosoldaten der Bundeswehr, ist inzwischen ins Visier des Verfassungsschutzes geraten. Nun scheint er in die Schweiz übersiedeln zu wollen.

Peter Carstens | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Aus ihrem Kreise kommen viele Mitglieder: Bundeswehrsoldaten der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) trainieren den Häuserkampf und eine Geiselbefreiung. Bild: dpa

Dem Verein „Uniter“, einem Zusammenschluss früherer Kommandosoldaten und Mitarbeiter von Sicherheitsbehörden angehören, ist die Gemeinnützigkeit aberkannt worden. Die Meldung folgt kurz nachdem bekannt geworden war, dass der Verfassungsschutz den Soldaten- und Prepper-Verein seit einiger Zeit als Prüffall betrachtet und genauer beobachtet. Die undurchsichtig agierende Vereinigung verbindet seit 2012 zunächst Kommandosoldaten und Mitglieder von Spezialkräften des Militärs und der Polizei ideell und geschäftlich. Sie war in den vergangenen Jahren zunehmend in den Verdacht geraten, Sammelbecken teilweise bewaffneter Rechtsextremer und extremistischer Prepper zu sein. Nach internen Untersuchungen der Bundeswehr, auch durch den Militärischen Abschirmdienst, hatte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) kürzlich gewarnt: „Jeder sollte sich bewusst sein, dass man sich mit einer Mitgliedschaft in Uniter und mit dem Tragen von Uniter-Symbolik selbst dem Verdacht aussetzt, in der Nähe rechtsextremer Netzwerke und Chats zu stehen.“

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